Stahlakademie-Tagesseminare in Leipzig

#
Die Zwirch
Die Zwirch soltu halten werdt / Damit ganz wirdt dein kunst im Schwerdt
  • Mit Björn Rüther, Hammaborg (Hamburg)
  • Samstag, 26. Mai, 11:00, Dauer: 4 Stunden
  • Halle der Leipziger-Sportlöwen e.V.:
  • GutsMuthsstraße 16, 04177 Leipzig
  • 40,- €

Joachim Meyer beschreibt die Zwirch in seinem Magnum Opus der Fechtkunst von 1570 als einer der vornehmsten Meisterstücke im Schwert. Zudem führt er weiter aus, dass, gäbe es die Zwirch nicht, es um die halbe Kunst im Schwert geschehen wäre. Es stellt sich für uns also die Frage: Was macht die Zwirch so wichtig für die Kunst im langen Schwert? Joachim Meyer widmet der Zwirch ein ganzes Kapitel und dieses soll in diesem Workshop näher betrachtet werden. Es werden Techniken der Zwirch näher beleuchtet und anschließend praktisch vertieft. Um das Thema abzurunden, werden wir in diesem Seminar die Zwirch mit technischen Gegenmaßnahmen brechen oder sogar verhindern. Ganz nebenbei wird zudem klar, welche Grundkonzepte diesem Renaissance-zeitlichem Fechtsystem zu seiner besonderen Charakteristik verhelfen.

Björn Rüther (*1978) begann im Jahr 2011 mit dem historischen Fechten bei Hammaborg. Ab 2013 war er dort als Langschwert Co-Trainer aktiv und unterstütze sowohl das Haupttraining, als auch das Anfängertraining mit dem Langen Schwert. Neben der Liechtenauer-Tradition des 14. und 15. Jahrhunderts gilt sein Hauptinteresse dem Renaissance-zeitlichen Fechten Joachim Meyers aus dem späten 16. Jahrhundert. Seit Anfang 2014 leitet Björn Rüther eine sparringsorientierte Langschwertgruppe als Trainer.

Sehenswert ist zudem sein Youtube-Kanal.

Pflicht sind Fechtmaske und leichte Handschuhe.
Empfohlen (wenn auch nicht zwingend notwendig)  werden schwere Handschuhe, Tiefschutz, Arm- und Ellebogenschutz.
Richtig Spaß macht der Workshop mit Fechtjacke und Federschwert.

#
Fechten mit Rapier und Dolch
  • Mit Heiko Meckbach, Schwertfechten Nordhessen
  • Samstag, 24. November, 11:00, Dauer: 4 Stunden
  • Halle der Leipziger-Sportlöwen e.V.:
  • GutsMuthsstraße 16, 04177 Leipzig
  • 40,- €

Erlangen/Erfahren von Grundlagen im Rapierfechten. Darüber hinaus wollen wir uns auch mit den taktischen Prinzipien auseinandersetzen. Das Erlernte soll am Ende des Seminartages in strukturierte freie Bewegungsformen umgesetzt werden.

Wir beschäftigen uns mit:

  • dem Stand, die Bindung, den Faustlagen und der Mensur
  • Stöße und Hiebe
  • Angriffe und der Riposte
  • Paraden und Tempogegenstöße
  • Fechten mit und aus den Cavationen.
  • Einsatz der linken Hand und Dolch
  • Kontrolle der gegnerischen Waffe und Übernahme der Initiative
  • Inquarta

Je nach Kenntnisstand werden wir gegeben falls die Teilnehmer in 2 Gruppen aufteilen, damit jeder Fechter  einen inhaltlichen Anspruch erhält.

Heiko Meckbach begann 1983 mit dem Judosport. Den Judosport hatte er als Wettkampfsport betrieben. Besitz des 1. DAN. Parallel wurde die Ju-Jutsu Kampfkunst in seiner Polizeiausbildung praktiziert. Seit 2005 beschäftigt er sich mit den Historischen europäischen Kampfkünsten. Die ersten Erfahrungen konnte er unter Asmus Teller bei der damaligen Fechtschule in Vechta erwerben.

Er ist bei Historisches Schwertfechten Nordhessen e.V. Trainigsleiter und Gründungsmitglied und war 12 Jahre lang 1. Vorsitzender.

Handschuhe und Maske erforderlich. Wer hat, bringt Fechtjacke und Halsschutz mit. Leihwaffen können gestellt werden.

#
Schneiden mit scharfen Schwertern
Einführung in Theorie und Praxis
  • Mit Torsten Schneyer
  • Samstag, 7. Juli, 11:00, Dauer: 4 Stunden
  • Halle der Leipziger-Sportlöwen e.V.:
  • GutsMuthsstraße 16, 04177 Leipzig
  • 80,- €
  • Der Workshop ist auf maximal sechs Teilnehmer beschränkt und nicht für Einsteiger geeignet!

Im regulären Fechttraining finden so gut wie immer stumpfe Trainingsschwerter Verwendung. Auch wenn diese im Idealfall hinsichtlich der Dimensionen und der Ausgewichtung „richtigen“ Schwertern entsprechen, ist die Klingengeometrie aus Sicherheitsgründen immer eine andere. Im Trainingsgefecht werden Treffer simuliert und „angezeigt“, der Fechter und seine Ausrüstung werden im Regelfall nicht beschädigt. Ob ein Hieb, Stich oder Schnitt in einem realen Schwertkampf nicht nur treffen, sondern auch schädigen würde, können wir daher nur spekulieren. Man muss sich der Tatsache bewusst sein, dass beim Training mit stumpfen Waffen viele biomechanische Muster einer Klingenführung entstehen, welche der „Realität“ eines echten Schwertkampfs nicht gerecht wird.
Schnittübungen mit scharfen Schwertern können diese Lücke füllen: Wir lernen, eine Klinge nicht nur zielführend, sondern auch effektiv zu nutzen und verschieben unser Training etwas mehr vom reinen Sport weg in Richtung Kampfkunst.
In diesem Workshop werden wir gemeinsam üben, die bereits erlernten Häue so zu schlagen, dass maximaler Schaden an einem Ziel, bei gleichzeitig möglichst geringem Kraftaufwand, entsteht. Im Zuge dessen passen wir unsere Körperhaltung, den Einsatz der Hüfte, des Oberkörpers und der Arme und auch den Winkel der Klinge an das Übungsziel an und hinterfragen unsere bisherigen Bewegungsmuster.
Torsten arbeitet mit theoretischen Vorträgen, Solo-Drills und natürlich auch „realen“ Schnittübungen mit Tatami-Matten.

Torsten ist Leiter der Stahlakademie. Erfahrt mehr über in auf der Trainer-Seite.

Mitzubringen sind ein stumpfes Trainingsschwert, Pflege-Öl und saubere Handschuhe.

Für den „scharfen“ Teil des Workshops können mehrere scharfe Schwerter gestellt werden.

Es stehen 3 Tatami-Matten pro Teilnehmer zur Verfügung.