Stahlakademie-Tagesseminare in Leipzig

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Schneiden mit scharfen Schwertern

Einführung in Theorie und Praxis
  • Mit Torsten Schneyer
  • Samstag, 20. Juli, 14:00, Dauer: 4 Stunden
  • Halle der Leipziger-Sportlöwen e.V.:
  • GutsMuthsstraße 16, 04177 Leipzig
  • 60,- € (Schnittmatten inklusive)
  • Der Workshop ist auf maximal sechs Teilnehmer beschränkt!

Im regulären Fechttraining finden so gut wie immer stumpfe Trainingsschwerter Verwendung. Auch wenn diese im Idealfall hinsichtlich der Dimensionen und der Ausgewichtung „richtigen“ Schwertern entsprechen, ist die Klingengeometrie aus Sicherheitsgründen immer eine andere. Im Trainingsgefecht werden Treffer simuliert und „angezeigt“, der Fechter und seine Ausrüstung werden im Regelfall nicht beschädigt. Ob ein Hieb, Stich oder Schnitt in einem realen Schwertkampf nicht nur treffen, sondern auch schädigen würde, können wir daher nur spekulieren. Man muss sich der Tatsache bewusst sein, dass beim Training mit stumpfen Waffen viele biomechanische Muster einer Klingenführung entstehen, welche der „Realität“ eines echten Schwertkampfs nicht gerecht wird.
Schnittübungen mit scharfen Schwertern können diese Lücke füllen: Wir lernen, eine Klinge nicht nur zielführend, sondern auch effektiv zu nutzen und verschieben unser Training etwas mehr vom reinen Sport weg in Richtung Kampfkunst.
In diesem Workshop werden wir gemeinsam üben, die bereits erlernten Häue so zu schlagen, dass maximaler Schaden an einem Ziel, bei gleichzeitig möglichst geringem Kraftaufwand, entsteht. Im Zuge dessen passen wir unsere Körperhaltung, den Einsatz der Hüfte, des Oberkörpers und der Arme und auch den Winkel der Klinge an das Übungsziel an und hinterfragen unsere bisherigen Bewegungsmuster.
Torsten arbeitet mit theoretischen Vorträgen, Solo-Drills und natürlich auch „realen“ Schnittübungen mit Tatami-Matten.

Torsten ist Leiter der Stahlakademie. Erfahrt mehr über in auf der Trainer-Seite.

Mitzubringen sind ein stumpfes Trainingsschwert, Pflege-Öl und saubere Handschuhe.

Für den „scharfen“ Teil des Workshops können mehrere scharfe Schwerter gestellt werden.

Es stehen 3 Tatami-Matten pro Teilnehmer zur Verfügung.

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Entwaffnungen mit dem Langen Messer

Einer der erfahrensten HEMA-Trainer weltweit kommt nach Leipzig!
  • Mit Hans Heim
  • Samstag, 30. November, 14:00, Dauer: 4 Stunden
  • Halle der Leipziger-Sportlöwen e.V.:
  • GutsMuthsstraße 16, 04177 Leipzig
  • 40,- € für Stahlakademie-Mitglieder, 45,- € für Externe

Hans Lecküchner war der wahrscheinlich bedeutenste Meister und Fechtbuchautor auf dem Gebiet des Fechtens mit dem Langen Messer. Er hat uns ein wegweisendes Buch über das diese Disziplin hinterlassen, dass nicht nur mehrfach kopiert wurde, sondern auch spätere Meister und Autoren beeinflusst hat.

Seine Kunst des Messers ist nicht nur schnell und dynamisch, sondern technisch höchst divers und beinhaltet neben den „sechs Häuen“ und deren zahllosen Nebenstücken auch etliche Ringtechniken an der Waffe. Insbesondere jenes Ringen am -und mit dem- Messer mit seinen vielen Entwaffnungstechniken nimmt einen wichtigen Platz innerhalb der Kunst ein.

Von den über fünfzig Entwaffnungen aus dem Fechtbuch von Johannes Lebküchner sehen wir uns in diesem Seminar maximal zwanzignäher an.

Die Entwaffnungen lassen sich im Wesentlichen in 4 Bereiche einteilen:

  • Entwaffnung mit den Händen
  • Entwaffnungen mit dem Messer
  • Entwaffnungen mit dem Messer, gewappnete Hand
  • Entwaffnungen mit dem Messer und der Hand

„Vor rund dreißig Jahren begann ich mich ernsthaft mit Kampfkünsten auseinanderzusetzen. Mein Schwerpunkt lag für neun Jahre auf diversen Stielrichtungen des philippinischen Stockkampfes. Nachdem ich mit Pekiti Tirsia Kali schließlich “meine” Richtung gefunden hatte, kam mit das Lange Schwert dazwischen und zwar mit einem Schaukampfseminar. Richtig infiziert wurde ich mit dem HEMA-Virus jedoch im Jahr 2000 durch John Clemens und sein Seminar in München.

Und nun, nach der Gründung von “Ochs-historische Kampfkünste e.V.”, einem (nicht so besonders beeindruckenden Video) und mehreren wirklich besseren DVD´s über das Lange Schwert und das Lange Messer, vielen Seminaren, der Übungsleiterausbildung zum historischen Fechten und 19 Jahren mit dem Langen Schwert, dem Langen Messer und Dolchkampf, sind meine Haare grau (zumindest diejenigen die noch vorhanden sind) und ich bin immer noch ein Trainierender der historischen europäischen Kampfkünste.“

  • Langes Messer, stumpf, oder ein anderes einhändiges Schwert
  • Fechtmaske
  • Leichte Handschuhe
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Meister Liechtenauers ernstes Kampffechten zu Fuß.

  • Mit Torsten Schneyer
  • Samstag, 07. September, 14:00, Dauer: 4 Stunden
  • Halle der Leipziger-Sportlöwen e.V.:
  • GutsMuthsstraße 16, 04177 Leipzig
  • 40,- € für Stahlakademie-Mitglieder, 45,- € für Externe

„Zwei schwer gepanzerte Krieger stehen einander gegenüber, waffenstarrend und lauernd. Der erste macht den Anfang und wirft seinen Speer, um seiner fliegenden Stangenwaffe mit gezücktem Schwert zu folgen. Doch sein Gegner durchschaut das Ablenkungsmanöver, lässt den gefährlichen Wurf am eigenen Langschwert abgleiten und nimmt den Nahkampf an: Die Kämpfer verkeilen sich ineinander, hebeln mit ihren Bohrschwertern nach den Blößen der Rüstungen. Da, ein Wurf…! Beide Kontrahenten fallen krachend zu Boden, die Schwerter unter sich begrabend. Ein Dolch blitzt auf und der Kampf ist zu Ende…“

Der ernste Zweikampf im Harnisch nach der Tradition Liechtenauers gehört zu den schwersten und härtesten Dingen, die in den Fechtbüchern zu finden sind. Zu Unrecht oftmals nur mit dem „Halbschwertfechten“ gleichgesetzt, handelt es sich in Wahrheit um den Kampf mit drei Waffen zugleich („Drey Wehren und Vier Orte“): Speer, Schwert und Dolch. Torsten gibt Euch – nach einem kurzen Exkurs zur Quellenlage – eine Einführung in dieses Kampfsystem und zeigt dann, wie man das Duell in den Schranken beginnt und das Fechten mit drei Wehren handhabt. Exemplarisch werden Speerwürfe und Fechtstücke  mit dem Speer, dem Schwert und dem Dolch sowie das Ringen bis zum Bodenkampf durchexerziert.

Großen Wert legt Torsten hierbei auf ein sinnvolles Wechseln der Waffen, auf den Kampf mit ungleichen Waffen (Schwert gegen Speer, Dolch gegen Schwert)  und geht auf die typischsten taktischen Konstellationen eines solchen Ernstkampfs ein. Auch demonstriert er, wie man mit dem HEMA-üblichen Sparringequipment und wenigen Modifikationen einen Harnischkampf simulieren kann und zeigt noch einige nette Übungsspiele rund um das Thema.
Dieser Workshop ist aufgrund seiner hohen physischen Belastung nur für kerngesunde und halbwegs sportliche Fechter geeignet.

Torsten ist Leiter der Stahlakademie. Erfahrt mehr über in auf der Trainer-Seite.

Schutzausrüstung

Bitte bringt unbedingt eure Fechtmasken mit und alles, was ihr an Schutzkleidung besitzt.

Für diesen Workshop empfehlen wir Fechtmaske, Halsschutz, Fechtjacke oder Gambesson, Tiefschutz (Herren), Brustschutz (Damen) und freikampftaugliche Handschuhe. Zusätzliche Protektoren für Knie und Ellenbogen sind optional, aber empfohlen.

Selbstverständlich dürft ihr auch im gotischen Plattenharnisch trainieren, sofern ihr einen Trainingspartner mit gleichwertiger Ausrüstung mitbringt. 😉

Das Tragen von Brillen unterhalb der Maske ist aus Sicherheitsgründen verboten, spezielle Schutzbrillen ausgenommen. Kurzsichtigen Fechtern empfehlen wir preiswerte Tages- oder Wochenlinsen vom Optiker.

Erlaubte Waffen

Langschwerter: Leichte Fechtschwerter mir rundem Ort, Federschwerter, Aluschwerter oder Plastik-Waster.
Speere: Leichte Holzstangen/Halbe Fechtstangen, gerne auch mit Gummispeer-Aufsätzen. Nicht erlaubt sind Metallspitzen.
Dolche: Erlaubt sind Holzdolche.

Unser Training ist, verglichen mit Sportarten wie Fußball oder Handball, erstaunlich sicher und verletzungsarm. Dennoch gilt: Jedes Freikampftraining birgt in sich zwangsläufig ein -wenn auch geringes- Verletzungsrisiko.
Der „ernste“ Harnischkampf erhöht dieses Risiko durch den höheren Anteil von Ring-Techniken und Waffentechniken mit großer Hebelkraft.
Während meiner 15-Jährigen Trainer-Laufbahn hatte ich nur wenige Verletzungsfälle während meines Trainings, doch eine 100%ige Sicherheitsgarantie gibt es nicht! Die Stahlakademie übernimmt daher keine Haftung für jegliche Blessuren, die Ihr Euch beim Training zuzieht und geht davon aus, daß ihr verantwortlich miteinander umgeht. Wenn ihr im Vorfeld zusätzliche Aufklärung wünscht, informieren wir Euch gerne.